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Der Wald der Zukunft

Klimawandel & Waldumbau

Die Auswirkungen der Stürme und der Trockenheit sowie des Borkenkäferbefalls in den Jahre ab 2018 sind auch im Reinhardswald deutlich zu spüren. Wo einst satt grüne Wälder das Landschaftsbild bestimmten, sieht man zunehmend rotbraune Wipfel, „Geisterwälder“ und Freiflächen. Aber daran wird gearbeitet - nämlich am klimastabilen Wald der Zukunft!

Waldumbau2_2020_web

Obwohl der Reinhardswald in Nordhessen, verglichen mit Lagen wie der Rheinebene, bisher zu den kühleren und niederschlagsreicheren Gegenden des Bundeslandes gehörte, leiden auch hier Fichten und mittlerweile auch Buchen unter den Folgen des Klimawandels. Wärmere und trockenere Sommer schwächen die Bäume und ermöglichen Borkenkäfern eine rasende Vermehrung. Und auch zunehmende Stürme tun ihr übriges. Die flachwurzelnden Fichten aber auch die Buchen mit tieferreichenden Wurzeln sind diesen Bedingungen nicht gewachsen. Daher werden diese beiden bislang häufigen Baumarten im Zuge des Klimawandels seltener werden. Die Fichte wird sich in die Gebirgslagen zurückziehen, die Buche bleibt uns als Mischbaumart erhalten.

Die Waldzustandsberichte der letzen Jahre (2021) bestätigen diese Entwicklung. Seit Beginn der jährlichen Untersuchungen 1984 ging es den Bäumen nicht so schlecht, wie heute. Was der Ausfall der Fichte uns lehrt, ist die Instabilität von Wäldern aus nur einer Baumart. Daher werden künftig Mischwälder aus mindestens vier Baumarten angestrebt. Erkrankt in einem solchen Wald eine einzelne Baumart, ist dem Wald dennoch der Fortbestand gesichert. Eichenwälder, wie sie im Reinhardswald dank der Zeiten der Waldweide (Hute) bereits vorzufinden sind, eignen sich durch ihren lichten Wuchs hervorragend, um verschiedene teils licht- und wärmebedürftige Baumarten zu beteiligen. Sie zeichnen sich durch eine hohe Biodiversität aus und bieten einer Vielzahl von Tieren vom Hirschkäfer bis zur Fledermaus Lebensraum und Nahrung. Gute Voraussetzungen also!

Neue Bäume für den (Reinhards)Wald

Eine große Hoffnungsträgerin für den heimischen "Wald der Zukunft" ist die heimische Traubeneiche. Sie wächst dank tiefreichender Pfahlwurzel stabil und erträgt Trockenheit besser als viele andere Bäume. Gemeinsam mit Baumarten wie Roteiche, Erle, Moorbirke, Zitterpappel und Lärche wird sie auf den entstandenen Freiflächen im Reinhardswald gepflanzt, um klimastabile Wälder der Zukunft zu schaffen.

In 2019/2020 sind im Reinhardswald rund 3 Millionen neue Bäume gepflanzt worden. Für das Jahr 2021 ist eine weitere Million Bäume geplant. Auf rund 420 Hektar (das entspricht 500 Fußballfeldern) wachsen nun junge Bäume zu einem klimastabilen Wald heran. Die Pflege benötigt jedoch viel Handarbeit, denn die jungen Bäume brauchen Licht, Wasser und Nährstoffe. Um die Herkulesaufgabe des Aufforstung zu unterstützen, kann jede und jeder persönlich helfen. Egal ob durch eine Spende oder eigenes Engagement mit dem Spaten – jeder kann helfen.