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Einfach märchenhaft - die Heimat der Brüder Grimm

Zwischen Burgen, Bächen und alten Bäumen sammelten die Brüder Grimm die Erzählungen, aus denen ihre berühmten Märchen entstanden. Rapunzels Turm in Trendelburg und das Dornröschenschloss Sababurg sind die bekanntesten Schauplätze Grimm‘scher Märchen, die sich im Naturpark Reinhardswald befinden. Aber auch Hans im Glück findet in Immenhausen eine Heimat. Der Reinhardswald wirkt nicht nur märchenhaft und teils mystisch, zahlreiche Mythen und Sagen werden auch über ihn erzählt. Prinzessinnen, Riesen und Ritter sollen hier gelebt haben und teils heute noch zu sehen sein... Auf der Deutschen Märchenstraße kannst Du auf den Spuren der Märchenfiguren wandeln. Vielleicht begegnest Du dabei sogar einigen Charakteren höchst persönlich.

Rapunzel auf der Trendelburg/Foto: Paavo Blåfield

Rapunzel

"Rapunzel, Rapunzel lass dein Haar herunter" - das ist wohl eines der bekanntesten Zitate aus den Märchen der Brüder Grimm. Die Entstehungsgeschichte des Märchens ist kompliziert - die Version der Brüder Grimm geht wohl auf italienische und französische Bearbeitungen des Märchenstoffs zurück. Wer jedoch auf der Trendelburg steht, dem fällt es nicht schwer, sich Rapunzel auf dem hohen Turm vorzustellen. Auch der Ausblick auf das Diemeltal von dort oben ist fantastisch.

Dornröschen und Prinz/Foto: Paavo Blåfield

Dornröschen

Mitten im Reinhardswald thront auf einem steilen Hügel das Dornröschenschloss Sababurg. Hier stach sich Dornröschen an der Spindel, schlief hundert Jahre umrankt von einer Dornenhecke, die erst ein Prinz überwinden konnte, der Dornröschen wachküsste und damit den ganzen Hofstaat zu neuem Leben erweckte. Seitdem ist viel Zeit vergangen aber das Dornröschenschloss steht noch immer auf seinem Hügel im Wald. Zu Füßen der Burg leben heute Wisente, Wölfe, Ziegen und Pinguine im Tierpark Sababurg, der immer einen Besuch wert ist.

Graf Reinhard/Foto: Paavo Blåfield

Graf Reinhard

Graf Reinhard war ein leidenschaftlicher Würfelspieler und zudem ein Trunkenbold. Eines Nachts spielte er gegen den Bischof von Paderborn und verlor dabei all sein Geld. In einem letzten Spiel setzte er seine gesamten Besitztümer... und verlor. Er bat den Bischof um Gnade und dieser gewährte ihm den Wunsch, noch einmal zu ernten, bevor er das Land an den Bischof abtreten musste. Graf Reinhard säte daraufhin kein Getreide sondern Eicheln. Der listige Graf begründete somit den Reinhardswald und dieser blieb sein Besitz bis zum Tod, da die Eichen langsam wachsen und erst nach vielen Jahren Früchte tragen. 

Brüder Grimm/Foto: Paavo Blåfield

Die Brüder Grimm

Jacob und Wilhelm Grimm nannten sich bei gemeinsamen Veröffentlichungen Brüder Grimm. Weltberühmt sind heute ihre "Kinder- und Hausmärchen", die sie aus Schriften und mündlichen Überlieferungen während ihrer Zeit in Kassel zusammentrugen. Sie begründeten außerdem die wissenschaftliche Disziplin der Germanistik, setzten sich für Bürgerrechte ein und wurden für ihr politisches Engagement im Königreich Hannover des Landes verwiesen. Die ganze spannende Geschichte der Brüder Grimm gibt's in der Grimmwelt Kassel.

Auch heute werden Geschichten im Naturpark Reinhardswald erzählt...

... die Geschichte von Ostwind und Mika, einem Pferd und ihrer jungen Reiterin. Es geht um die Magie des Reitens in der freien Natur und um die tiefe Beziehung zwischen Pferd und Mensch. Dabei verwandelt sich Gut Waitzrodt bei Immenhausen mitten im Naturpark zu "Gut Kaltenbach" und der Reinhardswald wird zu einem der Drehorte der beliebten Film-Reihe. Der vierte Teil von Ostwind kommt im Februar 2019 in die Kinos. Den Trailer gibt's bereits hier. Im Hintergrund schon zu erkennen: die Hombresser Friedenseiche, Beberbeck, das Holzapetal und natürlich Gut Waitzrodt.